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Sätze, das werden wir schon früh gelehrt, bestehen aus einzelnen, aneinandergereihten Worten. Jedes dieser Worte erfüllt dabei seine ganz eigene Aufgabe. So lernen wir beispielsweise Verben von Substantiven oder Konjunktionen und vielem mehr zu unterscheiden, und bilden uns ein, nach vorgegebenen Schemata daraus eine allgemein und für jeden verständliche Sprache formen zu können.

In Brooklyn entwickelten Alonzo Reed und Brainerd Kellogg für den englischen Sprachraum ein pädagogisches System, das eine visuelle Darstellung des Sprachgebrauchs als Diagramm ermöglichte. Das nach ihnen benannte (Reed-Kellogg-)System wurde erstmals in ihrem bereits 1877 erschienenen Buch „Higher Lessons in English“ aufgeführt. Demnach zerlegte man einen Satz nach genauen Vorgaben in seine einzelnen Worte und erstellte daraus ein Satzdiagramm.

In den 50er und 60er Jahren erlebte diese Lehrmethode einen regelrechten Boom und verteilte sich über die gesamte USA wie ein Lauffeuer. Doch in den Jahren danach ebbte dieser Boom ebenso schnell wieder ab und die ursprüngliche Methode geriet auch aufgrund von neuen Forschungen und Lehrmethoden ins Abseits.

Zumindest nach meinen Erinnerungen haben auch wir während meiner Schulzeit die einzelnen Worte eines Satzes zu Übungszwecken extrahiert und gemäß ihrer Funktion einem Schema folgend in eine Tabelle eingetragen. Diese Form der Aufteilung mag zweckdienlich erscheinen, ist aber von der Darstellung her nur halb so schön anzusehen wie die Diagramm-Darstellung, die man auch als Geometrie der Sprache ansehen kann.

Wer sich davon einen eigenen Eindruck machen möchte, der sollte einmal beim Pop Chart Lab vorbeischauen, von deren Webseite auch der Screenshot meiner Beitragsgrafik stammt. Auf ihrem Kunstdruck „A Diagrammatical Dissertation on Opening Lines of Notable Novels“, den man dort in der Größe 24″x18″ schon für 29 US-$ erwerben kann, findet man die ersten Sätze berühmter Romane als Satzdiagramme. Darunter befinden sich George Orwells 1984, Herman Melvilles Moby Dick und viele andere. Um sich einen ersten Überblick davon zu verschaffen, reicht es im übrigen auf das Produktfoto zu klicken. Dieses wird dann vergrößert dargestellt und man kann mit der Bewegung des Mauszeigers in dem Bild zu anderen Bereichen scrollen.

Zusätzlich zu den berühmten ersten Sätzen gibt es dort einen Diagramm-Druck mit berühmten Zitaten aus bekannten Action-Kinofilmen.

Quellen:

Basic Reed-Kellog schema, Urheber: Tjo3ya, Lizenz: CC-SA-BY 3.0

Basic Reed-Kellog schema, Urheber: Tjo3ya, Lizenz: CC-SA-BY 3.0

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