Eine Idee macht noch keinen Roman

Eine Idee macht noch keinen Roman

18.10.2014 | Schreiben | 0 Kommentare

Der Autor, Dennis Blesinger, führt in seinem Buch „Eine Idee macht noch keinen Roman – Wie entwickle ich eine Geschichte?“ einfach und strukturiert an all die Dinge heran, die zum Schreiben eines Buches von Vorteil sind. Die verwendete Sprache ist dabei recht einfach gehalten und wird von guten Beispielen ergänzt. In den einzelnen Kapiteln führt der Autor an die jeweiligen Strukturen wie Charakter, Szenen, Plot, Klimax und mehr heran. Am Ende des Buches gibt es zudem noch eine Checkliste, mit deren Hilfe man die eigene Idee ausbauen und auf möglicherweise fehlende Informationen überprüfen kann.

Zur verwendeten Sprache: Mein damaliger Politiklehrer mahnte schon vor nun mehr als beinahe 20 Jahren in seiner/unserer Klasse gern an: „Tuten tut man nicht.“ Sicher hat sich unser Sprachgebrauch bis heute um einiges gewandelt, aber statt vom „Tun“ zu Schreiben, ist es aus meiner Sicht auch heute noch gerade bei lehrreichen Büchern besser, auf Formen der Umgangssprachen zumindest nicht zu häufig zurückzugreifen.

Zu enthaltenen Rechtschreibfehlern: Wie der Autor im Buch schreibt ist kein Buch frei von Fehlern. Diese Buch enthält davon auch (immer noch) so einige. Manchmal fehlt in Sätzen einfach ein Wort, das man sich als Leser, genau wie der Autor selbst beim Schreiben, schnell in Gedanken hinzufügt. Manchmal ist es auch ein Wort, dass an jener Stelle eine ganz andere Bedeutung hat. Da am Anfang des Buches darauf hingewiesen wird, dass Bücher in jedem Fall lektoriert und korrigiert werden sollten, macht dies leider keinen guten Eindruck. (Deswegen wurde ein Stern abgezogen.)

Bei dem Kapitel zum Layout, und besonders dem zum eBook, werden die angeführten Grundlagen dann jedoch etwas hahnebüchen konstruiert. Wichtiges (z.B. Warum und wann sollte man Absätze einfügen) vermischt sich hier mit den persönlichen Vorlieben des Autors (z.B. Einrückung der ersten Zeile eines neuen Absatzes). Einige dieser Grundlagen werden auch sehr gut begründet (siehe Absätze), aber es reicht bei den anderen Festlegungen nicht aus, hier einfach zu schreiben “ das machen alle so“ oder „das ist gelernt“. (Hierfür wurde ein zweiter Stern abgezogen.)

Fazit: Die Rechtschreibfehler und eBook-Grundlagen einmal beiseite geschoben, finden angehende AutorInnen in diesem Buch eine gute und strukturierte Anleitung dazu, aus den eigenen Ideen eine längere Geschichte und sogar einen Roman zu entwickeln.

Anmerkung: Die Leseproben am Ende des Buches machen etwa 25% des Gesamtbuches aus.

Pros

  • strukturierte Einführung
  • gute Beispiele
  • übersichtliche Checkliste

Cons

  • Rechtschreibfehler